Hutzentage, Knochenstampfe und Hermann Löscher
Ein Adventsausflug in die Bergstadt Zwönitz
Die Montanregion Erzgebirge trägt zu Recht den Titel kulturelles Welterbe. Der Bergbau in dieser Region brachte den Menschen Wohlstand aber auch Entbehrungen, die wir heute als kulturelles Erbe sehen.
Der Ortsname, was so viel heißt wie am tosenden Bach, lässt auf eine frühe Besiedlung der Region durch slawische Sorben schließen. Erste deutsche Besiedlungen sind für das 12. Jahrhundert nachgewiesen. Stadtrecht erhielt Zwönitz um 1300.
Hermann Löscher, ein Sohn der Stadt, war durch seine Forschungen zur Besiedlungsgeschichte und dem Brauchtum des Erzgebirges bekannt geworden. Im Zwönitzer Ortsteil Dorfchemnitz ist die einzige öffentlich zugängliche Knochenstampfe des gesamten Erzgebirgsraumes erhalten geblieben. Die Wasserkraft der Zwönitz trieb das Stampfwerk an. Die zerkleinerten Tierknochen dienten als Dünger in der Landwirtschaft oder als Grundstoff für die Herstellung von Seife. Dieses Museum ist leider auf Grund von Sanierungs- und Umbauarbeiten bis auf Weiteres nicht geöffnet.
In Niederzwönitz ist die schon im 16. Jahrhundert erstmals beurkundete Papiermühle seit 1984 als Technisches Denkmal und Museum zu erleben. Mit ihrem durch Wasserkraft und historische Elektromotoren angetriebenen Maschinenpark, gilt die Einrichtung heute als die älteste funktionstüchtige Papiermühle in Deutschland.
Der Erzgebirgler geht im Advent nach getaner Arbeit zum Hutzenohmd, ein gemütliches Beisammensein mit Freunden und Nachbarn. Lassen Sie uns also zu den Zwönitzer Hutzentagen, dem traditionellen Weihnachtsmarkt der Bergstadt, zusammensitzen.
Der Adventssonderzug der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde startet wie gewohnt in Löbau. Zum Zustieg wird in Bautzen, Bischofswerda, Großharthau, Radeberg und Dresden-Neustadt gehalten. Nach Bezwingung der Tharandter Rampe hat unsere Dampflok anspruchsvolle Arbeit geleistet und wird uns zur „Erholung“ in Niederwiesa verlassen.
Ab hier übernimmt eine Diesellok unseren Zug und bringt uns durch das Tal der Zwönitz in die gleichnamige Bergstadt. Die verkehrsgeschichtliche Bedeutung wird am Ausmaß der Bahnanlagen deutlich. Hier kreuzten die Gleise von Scheibenberg nach Stollberg die Strecke Chemnitz-Aue, die heute Bestandteil des mit TramTrain-Zügen befahrenen Nahverkehrsnetzes rund um Chemnitz ist.
Vor Ort werden wir für Sie wie gewohnt ein abwechslungsreiches Freizeitangebot zusammenstellen, welches sich aktuell noch in Bearbeitung befindet
Fahrplan
Preise
| 1. Klasse Speisewagen | 2. Klasse Sitzwagen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Erwachsene | Kinder (4-16 Jahre) | Erwachsene | Kinder (4-16 Jahre) | ||
130,-€ nicht mehr verfügbar | 105,-€ nicht mehr verfügbar | 110,-€ nicht mehr verfügbar | 80,-€ nicht mehr verfügbar | ||
